Zusammenfassung
Bio-Akustik, eine neue Hightech-Waffe zum Auffinden von Importschädlingen
Martin Brandstetter, BFW, Institut für Waldschutz, Wien, Dr. Sebastian Hübner, Fa. Sejona, Bamberg
Eine unerwünschte Folge der Globalisierung ist die weltweit vermehrte Verschleppung von Schadorganismen (Insekten, Pilzen, Bakterien, Viren und Nematoden). An den Außengrenzen der EU sind Kontrollen durch die Pflanzenschutzdienste daher sehr wichtig geworden. Um den Behörden in Zukunft die Begutachtung von pflanzlichem Material zu erleichtern, werden im Rahmen eines FP7-Forschungsprojekts innovative Technologien zu Früherkennung von Schadorganismen erforscht. Es handelt sich um das Projekt Q-Detect: Quarantine pest detection for use by national plant protection organizations (NPPO) and inspection services. Die Aufgabe, die das BFW, Institut für Waldschutz in Wien als Mitglied des Projekt-Konsortiums trägt, besteht in der Entwicklung und Evaluation computergestützter bioakustischer Früherkennungsmethoden. Ziel ist die Entwicklung einer Technologie, mit Hilfe derer die Larven der Holzschädlinge Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), Bäckerbock (Monochamus galloprovincialis) und Roter Palmenrüssler (Rhynchophorus ferrugineus) auf akustischem Wege im Holz identifiziert und voneinander unterschieden werden können. Dieser Artikel gibt dem Leser ein Einblick in das laufende Projekt, stellt erste Ergebnisse vor und weist auf zukünftige Chancen dieser Technologie hin.
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